Musik hören mit allem Komfort - Die Symbiose von PC und High-End Audio

 

So manche Entwicklung kommt doch schneller ins Rollen als ich vorher glaubte. Im konkreten Fall bedeutet es die Verschmelzung von PC-Technik mit Hifi-Komponenten. Als Sahnehäubchen obendrauf die wohl genialste Fernbedienung überhaupt: Das Apple iPad.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Der Musikserver im Gehäuse von SilverStone beeinhaltet ein uATX-Board von MSI (H97M ECO). Dieses Mainboard zeichnet sich dadurch aus, dass es von Haus aus stromsparend ist und über eine mitgelieferte Software gezielt nicht benötigte Komponenten deaktiviert werden können. Dazu kommt ein Intel Core i3 4130T (Stromspar-CPU), 8GB RAM, eine 1GB SSD von Samsung (840 EVO) und Windows 10. Die kontinuierliche Stromaufnahme des Systems liegt bei ca. 30W. Der Lüfter schaltet sich erst bei CPU-Temperaturen über 47°C ein.

Jetzt muss die CD-Sammlung digitalisiert werden. Dafür nutze ich DB Poweramp, ein Profiprogramm welches sich häufig auch auf Rip-Servern befindet und speichere die Musik im Apple Lossless Format.

Mein Anspruch an einen audiophilen Musikserver sieht folgendermaßen aus:

1. Musikwiedergabe in bester Qualität

Was braucht man dazu?

- Foobar2000 als Musikverwaltungssoftware, Jplay als klangoptimierte Wiedergabesoftware (Version 6.2 mit Unterstützung für asynchrone USB-Verbindung). Evtl. noch das SACD-Plugin für die DSD-Wiedergabe.

2. Bedienung der Abspielsoftware über das iPad

- Monkeymote für foobar2000 (App-Store)

Diese Software gefällt mr so gut, dass ich sie der Apple-Remote vorziehe. Monkeymote reagiert sehr schnell und bietet allen Komfort für den täglichen Gebrauch.

3. Musikstreaming zum iPad (lossless)

- Monkeymote für foobar2000 (in-App Kauf)

Nach dem Kauf erscheint unten rechts ein Symbol (siehe Screenshot), womit das Streaming aktiviert wird. Hier kann man die Vorzüge der PC-Technik voll ausreizen. Monkeymote nutzt für die Fernsteuerung einen bestimmten Port (19371). Wenn man nun mit mehreren Personen streamen möchte, so geht das nicht, da der Port nur von einer Person genutzt werden kann. Meine Lösung sieht so aus, dass ich noch mehrere Foobar-Instanzen zum Streaming als Portable-Version installiert und dort den Monkeymote-Port auf 19372 usw. geändert habe. Schon kann man zu seinem iPad Musik lossless streamen, während die Fernbedienung der anderen Foobar Installation vollkommen unbehelligt ist.

Für mich ist klar: Die CD oder SACD oder was sonst noch kam und ging ist nur ein Medium, um die Musik zu transportieren. Wenn man sich davon lösen kann und nur die Musik betrachtet, so ist der Gewinn an Bedienfreundlichkeit und Klang der entscheidende Schritt.

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Der B.M.C. PureDAC

Die Verfügbarkeit von Musik im Format 96/24 ist noch immer lückenhaft, aber hier sind einige empfehlenswerte Links:

https://www.hdtracks.de

 http://www.highresaudio.com/

http://www.prostudiomasters.com/

http://store.acousticsounds.com/

Zu beachten ist, dass man speziell bei DSD-Files sehr vorsichtig sein sollte, was den Dateiursprung betrifft. Bei Acousticsounds habe ich "Nightclub" von Patricia Barber als DSD erworben, um dann in den Dateieigenschaften zu lesen: From 88.2k/24Bit Master. Das ist ein glatter Schwindel und zeigt, dass der Mehrpreis für DSD nur gerechtfertigt ist, wenn das Quellmaterial aus verlässlicher Hand stammt.