Lieblings-Musik

 

Hier sind meine Lieblingsaufnahmen. Unterteilt in zwei Gruppen:

1. Aufnahmen, die ich sehr oft höre. Wenn sie den Langzeittest bestehen, kommen sie vielleicht in Gruppe zwei...

2. Die besten Platten überhaupt. Musik ohne Verfallsdatum, die man jeden Tag hören kann. Viele davon sind fantastisch aufgenommen und lassen mich alles andere vergessen.

 

Squirrel Flower: Planet (i)

Gerade eineinhalb Jahre liegen zwischen dem Vorgängeralbum und Planet (i). Sehr eingängig und mit dieser gewissen Flower-typischen Schwermut getränkt lädt auch dieses Album dazu ein, es in ausgedehnten Hörsessions zu erkunden. Klang? Siehe unten!

Arlo Parks: Collapsed in Sunbeams

Was für groovige Stücke, verpackt in eine geschmackvolle Abmischung. Dass hier ähnlich wie bei Marika Hackman so einiges in den Texten versteckt ist, bemerkt man erst beim zweiten Durchhören. Aber das ist ja die Kunst und wenn sie so unbeschwert daherkommt, kann man jederzeit entscheiden, wie weit man sich darauf einlässt.

The weather station: Ignorance

Astreine Popaufnahme. Leicht, eingängig, läuft gut nebenbei, hat aber auch Titel, die man über die Anlage genießen kann. Große, transparente Abmischung mit Druck und schöner Räumlichkeit.

Julien Baker: Little Oblivions

Die Kritik (Deutschlandfunk) ist sich etwas unsicher, wie sie diese Aufnahme bewerten soll. Für den Künstler ist das Werk mit der Veröffentlichung abgeschlossen und so muss man es dann auch mögen (oder halt nicht). Mir gefällt es jedenfalls so wie es ist. Dichte, kompakte Abmischung und schöne Melodien, die den Texten etwas von ihrer Wucht nehmen.

Widowspeak: Plum

Passend zum Herbstwetter ist mir dieses schöne Indie-Pop-Album über den Weg gelaufen. Besser gesagt: Roon hat mal wieder einen erstaunlich guten Riecher gehabt, was mir gefallen könnte. Kurzum: Auch nach mehreren Durchläufen absolut langzeittaugliches Album, sauber produziert mit schönen Stratocaster-Sounds. Was will man mehr?

Lake Street Dive: Obviously

Ganz frisch veröffentlicht und für mich als Fan natürlich ein Pflichtkauf. Davon abgesehen ist das Album einfach gut und voller LSD-typischer Arrangements. Satte Bassläufe, kompakte Abmischung, läuft...

Squirrel Flower: I was born swimming

Ein Album, das sowohl die Hitze und Schwere des Sommers als auch die aufkommende Kühle der ersten Herbsttage widerspiegelt. Mit langsamen Grooves, sauber abgemischten E-Gitarren und großen Hallräumen entsteht eine Atmosphäre, die zum Träumen und Nachdenken anregt. Die EP "Contact Sports" ist da noch etwas schwermütiger ("Conditions"), bleibt durch die üppige und runde Aufnahme aber auch laut gehört eine Album zum "Abtauchen".

Marika Hackman: Any human friend

Es ist schon eine Kunst, dermaßen anzügliche Texte in so ohrumschmeichelnde Pop-Songs zu verpacken. Gut, dass es sich im Englischen so unscheinbar anhört. Ein sauber und druckvoll produziertes Album, geht auch laut.

London Grammar: Truth is a beautiful thing

Es ist schon schwierig, nach so einem guten ersten Album den musikalischen Weg weiterzugehen, ohne unter dem Druck der Erwartungshaltung einzuknicken. London Grammar haben es geschafft und sind ihrem Stil treu geblieben, spielen mit elektronischen Klängen, die sich ganz selbstverständlich den Songs unterordnen. Die Stimme von Hannah Reid reicht erstaunlich tief runter, wo sie vielleicht etwas "schwimmt", aber sie steigt auch mühelos und druckvoll in die Höhen, wodurch sie eine große Bandbreite abdeckt.

Jessica Hoop: Stonechild

Ein Indie-Folk-Album mit durchaus audiophilen Momenten. Melodien, die auch nach Tagen noch im Kopf kreisen, kraftvoll und erdig aufgenommen.

 

Edie Brickell & New Bohemians: Stranger Things

Die CDs von Edie Brickell sind gespickt mit genialen Melodien (z.B. "What I am"). Bei Stranger Things ist es nicht anders. Man braucht vielleicht zwei Durchläufe, aber dann hat sie es wieder geschafft. Die New Bohemians sind der Garant für ausgefeilte Gitarrenriffs und druckvolle Bass/Schlagzeugbegleitung. Spielfreude pur! Nebenbei gehört bleiben immer einige Passagen im Ohr hängen, bei intensivem Konsum kann man sich ausgiebig den einzelnen Titeln widmen und entdeckt mit jedem Durchlauf neue Facetten.

 

 

 

Brendan Perry: Eye of the Hunter

Es lohnt sich wirklich, die alten Hifi-Zeitschriften aufzuheben und nach längerer Zeit mal wieder die Musikempfehlungen zu studieren. Seinerzeit in der "Audiophile" vorgestellt, war in Ermangelung eines Internetzugangs bzw. eines gut sortierten Plattenladens der Kauf nicht möglich. Heute ist das kein Problem mehr und so konnte ich mich schon nach kurzem Hineinhören nicht mehr dieser leicht düsteren Atmosphäre entziehen, die im Wesentlichen von Perrys Stimme in großzügig abgemischten (Klang-) Räumen gebildet wird. Schon der erste Ton lässt das Kopfkino anspringen, der Klang ist sphärisch, mystisch, eindringlich und vor allem nicht zu glatt abgemischt, was der Authentizität zu Gute kommt.

 

 

Bon Iver: Bon Iver

Man braucht schon einen Moment, um den Falsett-Gesang von Justin Vernon zu goutieren, aber dann gräbt sich dieses atmosphärisch hoch verdichtete Album tief in die Gehörgänge. Sehr oft gehen mir die Melodien durch den Kopf, quasi ein Soundtrack auf Abruf.

 

Keren Ann

Hier ist eine schöne Platte für den Herbst. Keren Ann singt, unterstützt von teilweise sehr großzügig eingesetztem Hall, wunderschöne Lieder, die von einer hervorragenden Band begleitet werden. Hier hört man alte Gitarren-Combos, eingängliche Bassläufe und dazu die weiche, aber doch sehr präsente Stimme von Keren Ann. Die CD wurde von Bob Ludwig gemastert, was natürlich die Erwartungen an den Klang hochschraubt und man wird kaum enttäuscht. Der Mix ist lediglich etwas zu stark komprimiert; Wenn man es positiv betrachtet, bleibt also auch beim Leisehören genug über und das Klangbild fällt nicht in sich zusammen.

 

 

 

  

  

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